
Die DeepBox Desktop-App – Vom Desktop direkt auf die Dateien zugreifen
26 Juni 2025
Wir beleuchten Meilensteine von Abacus und zeigen, wie sie unseren Weg bei DeepCloud geprägt haben. Von frühen ERP-Schritten bis zur Browser Edition
Kürzlich haben wir am 40-Jahr-Jubiläum von Abacus teilgenommen. Ein Tag voller Eindrücke und die ideale Gelegenheit, die bemerkenswerte Geschichte unserer Muttergesellschaft Revue passieren zu lassen.
Alles begann 1985 in einer St. Galler Studentenwohnung, wo Claudio Hintermann, Thomas Köberl und Eliano Ramelli Abacus gründeten. Eine mutige Idee, geboren aus einer gemeinsamen Vision, die sich zu einer tragenden Säule der Digitalisierung der Schweizer Wirtschaft entwickelt hat.
Es gab keinen grossen Masterplan, sondern eine klare Beobachtung: Viele Aufgaben im Büroalltag lassen sich einfacher lösen, wenn Software nahe an der Praxis entwickelt wird. Aus dieser Haltung entstand zunächst eine Handvoll Module und im Lauf der Jahre ein Ökosystem, das Unternehmen in der Schweiz zuverlässig unterstützt. Für uns bei DeepCloud ist diese Geschichte mehr als ein Jubiläum: Sie ist der Boden, auf dem wir entstanden sind, und der Rahmen, in dem wir unseren Beitrag leisten.
Mitte der 80er bis in die 2000er – Fundament und stetiger Fortschritt
In diesen ersten Jahren übersetzte Abacus anspruchsvolle Alltagsanforderungen auf frühen PCs in verlässliche Software. Module wurden ausgeliefert, im Einsatz erprobt und so lange verbessert, bis sie als Suite sauber zusammenspielten.
Was das Unternehmen von anderen unterschied, war die Know-How-Kombination, die die Gründer mitbrachten: eine solide betriebswirtschaftliche Ausbildung an der Universität St. Gallen (HSG) und praktische Programmiererfahrung. Die ersten Finanz- und Lohnmodule entwickelten sie selbst und Produktentscheide wurden praxisnah getroffen.
Das Team setzte klare Standards für Qualität und Release-Takt, gewann das Vertrauen der ersten Kundinnen und Kunden und erarbeitete sich einen Ruf für Zuverlässigkeit und lokalen Support. Es war keine mühelose Arbeit, doch die Disziplin zahlte sich aus: Eine solide Plattform entstand – in der Schweiz verwurzelt und bereit zu wachsen.
Ende 2000er bis heute – Vom Desktop ins Web
Mit dem Schritt ins Web ersetzten gemeinschaftliche, browserbasierte Arbeitsräume die lokal installierten Programme. Mit AbaWeb etablierte sich das SaaS-Modell: Unternehmen und Treuhandfirmen arbeiten in derselben Umgebung, ohne schwere Client-Installationen. Die Browser Edition führt diesen Gedanken weiter: Anwendungen laufen direkt im Browser auf PC, Notebook und Tablet, was die Einrichtung reduziert und die Zusammenarbeit spürbar erleichtert.
Konkrete Bausteine machen den Wandel greifbar: Das neue AbaMenu bündelt den Zugang mit Suche und konfigurierbaren Widgets, und die Abacus Office Add-ins verbinden Word, Excel, PowerPoint und Outlook mit Abacus als zentralem Dokumentenarchiv.
Die Wirkung zeigt sich im Alltag: Allein in der Lohnverarbeitung werden monatlich über 1,5 Millionen Lohnabrechnungen mit Abacus erstellt. Bezogen auf die erwerbstätige Bevölkerung der Schweiz (≈ 5,36 Mio. im 2. Quartal 2025) entspricht das ungefähr jeder vierten Lohnabrechnung. Unabhängige Marktstudien zeichnen ein ähnliches Bild: Abacus ist das meistgenutzte ERP in der Schweiz und führt aktuelle Rankings mit rund 17 % Marktanteil vor SAP an.
2020er – Ein Spin-off wird eigenständig: DeepCloud
Vor diesem Hintergrund wurde DeepCloud 2020 als Abacus-Spin-off gegründet. Unser Auftrag war von Beginn an klar: Zusammenarbeit in der Cloud einfacher und sicherer machen. Dafür bauen wir Services wie DeepO (KI-gestützte Datenerfassung), DeepBox (Dokumente teilen und ablegen) und DeepSign (digitale Signaturen) – eng mit Abacus integriert und doch bewusst unabhängig, damit sie dort Mehrwert schaffen, wo sie gebraucht werden.
Der Ansatz bewährte sich früh: Bis 2023 wurden mit DeepO mehr als eine Million Dokumente verarbeitet. DeepSign wird heute unter anderem von Migros Ostschweiz sowie von öffentlichen Stellen wie der Stadt Zürich und Verwaltungseinheiten des Kantons Basel-Stadt eingesetzt. Und im April 2025 wählte der Kanton St. Gallen DeepSign als offizielle E-Signaturlösung. Für uns sind das klare Hinweise aus der Praxis, dass passgenaue Lösungen im Alltag gut skalieren.
Gemeinsame Linien
Unsere Verbindung zu Abacus ist nicht nur historisch – sie zeigt sich in konkreten Abläufen. Eingangsrechnungen landen in DeepBox, DeepO liest Lieferant, Beträge und Mehrwertsteuer (MWST), leitet das Dokument zur Prüfung weiter und übergibt strukturierte Daten an Abacus zur Buchung und Archivierung. Ein durchgängiger Weg, der in der Praxis genutzt wird (beispielsweise beim Luzerner Energiedienstleistungsunternehmen ewl), reduziert manuelle Erfassung und beschleunigt Freigaben.
Im HR-Bereich lassen sich Arbeitsverträge digital erstellen und mit DeepSign (und DeepID zur Identitätsprüfung) unterschreiben, danach in DeepBox ablegen und aus Abacus heraus referenzieren. PHBern unterzeichnet so beispielsweise bis zu 1’000 Verträge pro Jahr, und auch in der Abacus Business Software wird das digitale Signieren direkt unterstützt.
Blick nach vorn
Von den ersten Finanzmodulen bis zur heutigen Browser Edition war Abacus immer dann am stärksten, wenn echte Kundenbedürfnisse im Zentrum standen. Praktische Anforderungen werden in verlässliche Services übersetzt und Release für Release weiter verbessert. Dieser rote Faden zieht sich durch vier Jahrzehnte und bleibt der verlässlichste Kompass für das, was kommt.
Wir von DeepCloud gratulieren Abacus herzlich zu diesem Jubiläum und blicken mit Vorfreude auf das, was kommt.
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